Laser-Augenchirurgie bei altersbedingten Augenkrankheiten
LASIK und PRK Eingriffe sind in den letzten Jahren sehr
beliebt geworden. Daneben gibt es in der Augenheilkunde noch
weitere Anwendungen für Laser-Augenchirurgie. Mit Laser-Augenchirurgie
können Augenkrankheiten wie Glaukom (Grüner Star),
Makuladegeneration, Diabetische Retinopathie und Alterssichtigkeit
(Presbyopie) behandelt werden.
Glaukom
Ein Glaukom ist eine Augenkrankeit, bei der ein erhöhter
Augeninnendruck den Sehrnerv schädigt. Es gibt drei Verfahren
um ein Glaukom mit Laser zu operieren und damit den Augeninnendruck
zu reduzieren:
- Trabekuloplastik – mithilfe eines Lasers wird Gewebe
vom Trabekelwerk (eine Struktur im Auge, die den Flüssigkeitsaustausch
reguliert) entfernt. Dadurch wird das Ausströmen von
Flüssigkeit aus dem Auge erleichtert. Dieser Eingriff
wird bei Patienten mit Offenwinkelglaukom angewendet.
- Iridotomie – mithilfe eines Lasers wird Gewebe
von der Regenbogenhaut (Iris) entfernt. Dadurch strömt
mehr Flüssigkeit aus dem Auge. Dieser Eingriff wird
bei Patienten mit Engwinkelglaukom angewendet.
- Cyclophotocoagulation – mithilfe eines Lasers wird
ein Teil der Lederhaut der Ciliarkörper koaguliert.
Damit wird die Augenwasserbildung reduziert. Dieser Eingriff
wird bei Patienten angewendet, bei denen andere Verfahren
nicht erfolgversprechend sind.
Makuladegeneration
Altersbedingte Makuladegeneration ist eine Augenerkrankung
bei der ein anomales Wachstum der Blutgefäße im
Auge zu einer Sehschwäche führt. Eine “feuchte”
Makuladegeneration kann im Frühstadium mit Laserchirurgie
oder einer Photodynamischen Therapie behandelt werden. Diese
Behandlungen können zwar die durch die Krankheit verursachten
Schäden nicht wieder rückgänig machen, verhindern
jedoch eine weitere Verschlechterung des Sehvermögens.
- Laserchirurgie – mithilfe eines Lasers werden die
neuen Blutgefässe im Auge zerstört.
- Photodynamische Therapie (PDT) – dabei werden mittels
einer photoaktiven Substanz (Visudyne) und einem Laser anomale
Blutgefässe zerstört. Visudyne wird in die Blutbahn
gespritzt und mit einem Laser aktiviert, wodurch die Blutgefässe
zerstört werden. Für eine erfolgreiche Behandlung
sind eventuell mehrere Sitzungen nötig.
Diabetische Retinopathie
Bei der Diabetischen Retinopathie handelt es sich um eine
Augenkrankheit durch beschädigte und anormal wachsenden
Blutgefässen. Meist ist eine korrekte Diabetes Therapie
ausreichend um eine Diabetische Retinopathie zu verzögern
oder ganz zu verhindern. Falls die Krankheit dennoch auftritt
kann sie mit einer bestimmten Methode der Laseraugenchirugie
behandelt werden, der Laser Photokoagulation. Dabei werden
mit Hilfe eines Lasers beschädigte Blutgefässe verschlossen
und/oder das Wachstum anormaler Blutgefässe gebremst.
Außerdem kann der Laser dazu verwendet werden, die Netzhaut
am Auge zu fixieren, um so eine Netzhautablösung zu verhindern.
Diese Form der Laserchirurgie kann meist ambulant und mit
Lokalanästhesie durchgeführt werden.
Presbyopie (Alterssichtigkeit)
Bei der Alterssichtigkeit handelt es sich um eine altersbedingte
Erscheinung, bei der die Augenlinse ihre Flexibilität
verliert und das Scharfstellen auf nahe Objekte erschwert
wird. Bei Alterssichtigkeit wird der laserchirugische Eingriff
“Monovision” angewendet. Bei einer Monovision
Operation wird ein Auge auf Nahsehen eingestellt und das andere
auf Alterssichtigkeit belassen. Bei einer Form der Monovision,
der Laser-Thermal-Keratoplastik (LTK), wird mit einem Laser
die Hornhautkrümmung modifiziert. Anders als eine Korrektur
mit Kontaktlinsen ist eine Monovision Operation nicht widerrrufbar.
Deshalb wird Patienten empfohlen vor einer Operation zunächst
Monovision Kontaktlinsen zu tragen um dadurch überprüfen
zu können ob sich die Augen an eine Korrektur gewöhnen.
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