Neue Verfahren und Technologien für Laser-Augenoperationen
Die Laser-Augenchirurgie als Fachbereich der Augenheilkunde
wird laufend mit neuen Verfahren und Technologien weiterentwickelt.
Eine neue, LASEK genannte Methode, ermöglicht auch denjenigen
Patienten für die LASIK nicht geeignet ist eine Laser-Augenoperation.
Daneben erhofft man sich in Zukunft von einer neuen, Wellenfront
(Wavefront) genannten Technologie genauere LASIK Operationen.
LASEK – Laser Epithelial Keratomileusis (LASEK)
Die LASEK, oder Laser Epithelial Keratomileusis, ist eine
Variante der LASIK Operation, bei der eine dünne Hornhautklappe
mit einer Alkohollösung erzeugt wird. Im Unterschied
zu LASIK, bei der mit einem Microkeratom (ein spezieller Hobel)
eine etwas dickere Klappe der Hornhaut erzeugt wird. Mit LASEK
werden gewisse Probleme vermieden, die beim Schneiden dieser
Klappe entstehen können. Nach dem Aufklappen der obersten
Hornhautschicht wird wie bei LASIK und PRK das unterliegende
Hornhautgewebe teilweise abgetragen. Anschließend wird
die Klappe aufgelegt und geglättet. Dieser Eingriff wird
bei Patienten mit dünner Hornhaut empfohlen, da verglichen
mit LASIK etwa 160 micrometer weniger Hornhautgewebe benötigt
werden. Hierbei muß beachtet werden, daß es sich
bei diesem Eingriff um eine ungeplante Anwendung des Excimer
Lasers handelt. Dies bedeutet, daß zwar viele Augenärzte
LASEK als die beste Behandlungsmethode bei einigen Patienten
ansehen, die US-Gesundheitsbehörde (FDA) diese Anwendung
des Lasers jedoch noch nicht genehmigt hat.
Wellenfront-Technologie
Beim Einsatz der Wellenfront-Technologie bei Laser-Augenoperationen
werden Diagnosemessgeräte, Lasernachführung und
Laser mit kleinen Fleckgrößen eingesetzt um individuelle
Hornhautunregelmäßigkeiten, die korrektes Sehen
verhindern, zu erkennen. Diese Technologie befindet sich noch
im Entwicklungsstadium und es wird noch einige Jahre dauern
bis sie allgemein verfügbar ist. Dem jeweiligen Patienten
angepaßte LASIK mit Wavefront Technologie wird wahrscheinlich
ein zweistufiger Prozess sein. Der erste Teil der Operation
wird im wesentlich wie eine normale LASIK Augenoperation ablaufen
(dabei wird der refraktive Sehfehler korrigiert) während
im zweiten Teil mithilfe des Lasers Hornhautunregelmäßigkeiten
korrigiert werden. Viele Experten gehen davon aus, daß
Patienten hiermit eine übernatürliche Sehschärfe
(“Adlerauge”) von mehr als Visus 1,0 erzielen
können. Das Verfahren ist noch im Entwicklungsstadium
und wird erst in einigen Jahren allgemein verfügbar sein.
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